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Beschreibung einer Kofermentationsanlage

 
  Um die Wirtschaftlichkeit von Biogasanlagen zu steigern beschließen einige Besitzer nicht nur Gülle sondern auch sonstige organische Substanzen - sogenannte Kofermente - in die Anlage zu geben. Typische Kofermente sind Fette, Marktabfälle Ernterückstände, Rückstände der Nahrungsmittelindustrie und viele ähnliche Substanzen. Die Einnahmen durch den Betrieb einer Anlage steigern sich aufgrund folgender Punkte: zum einen durch die Annahme der Kofermente von demjenigen, der diese beseitigen möchte und zum anderen durch die erhöhte Biogasproduktion.
 
Kofermentationsanlagen sind gewöhnlich (viel) größer als Hofbiogasanlagen. Manche Anlagen entsprechen dem landwirtschaftlichen Standard, die meisten jedoch dem industriellen Standard. Die meisten der größer- dimensionierten Kofermentationsanlagen liegen in der Nähe von einigen (größeren) Höfen. Von diesen umliegenden Höfen wird die Gülle zur Anlage geliefert. Zusätzlich erfolgt die Belieferung der Anlage mit den Kofermenten; das gängige Mischungsverhältnis von Gülle zu Kofermenten liegt bei 3:1 bis 2:1.  
 
       
  Kofermentationsanlage nach landwirtschaftlichem Standard  
  Kofermentationsanlage nach landwirtschaftlichem Standard  
       
  Die Gülle der umliegenden Höfe wird per LKWs geliefert oder zur Kofermentationsanlage gepumpt während die Kofermente grundsätzlich per LKW zur Anlage gebracht werden. Um Geruchsemissionen zu vermindern erfolgt die Lagerung der Kofermente in geschlossenen Behälter oder gar in einer geschlossenen Halle. Sie werden gehäckselt bzw. gemahlen und anschließend mit der angelieferten Gülle vermischt. Falls eine Hygienisierung erforderlich ist, erfolgt diese meist bei einer Temperatur von 70°C und einer Dauer von 1 Stunde für eine maximale Partikelgröße von 1 cm. Für die anschließende Homogenisierung werden im Mischbehälter leistungsstarke Rührwerke benötigt.
 
Nach dieser Vorbehandlung werden die Inputstoffe in den Fermenter gepumpt, der bei großen Anlagen gewöhnlich aus beschichtetem Stahl besteht. Falls mehrere Behälter eingesetzt werden, sind diese meist miteinander verbunden. Fermentervolumina variieren von 500 m³ bis zu einige tausend m³, wobei sich das Rührwerk häufig auf dem Dach befindet und ggf. aus einem Tauchmotorrührwerk besteht.
 
Das produzierte Biogas kann durch Gas- oder Zündstrahlmotoren verbrannt werden, wobei diese durchaus Leistungen von mehreren MW haben können. Für den Fall, dass der Motor bzw. die Motoren nicht betrieben werden und trotzdem Gas entsteht, sind große Anlagen mit einer Notfackel ausgestattet, über die überschüssiges Gas verbrannt werden kann. Das System der Kofermentationsanlage schließt einen Kühler, einen Kondensatschacht, eine Entschwefelung und weitere Komponenten ein. Die entsprechende Gaszusammensetzung wird durch eine Gasmesseinrichtung kontrolliert.
 
Der ausgefaulte Schlamm wird in Lagerbehälter gepumpt, die immer häufiger überdacht sind, um möglicht viel Biogas sammeln zu können. Obwohl die Gasproduktion im Endlager nicht besonders groß ist, ist es trotzdem sinnvoll dieses aufzufangen und zu nutzen. Manche Lager werden auch mit einem innenliegenden Gasspeicher ausgerüstet.
 
Jede größere Kofermentationsanlage wird von einem übergreifenden Kontrollsystem überwacht, das vielfältige Mess- und Kontrolleinrichtungen besitzt. Nachts läuft die gesamte Anlage natürlich automatisch, während tagsüber meist die Anwesenheit des Betreibers vor Ort erforderlich ist (z.B. zur Annahme der Kofermente bzw. der Gülle oder zur Instandhaltung bzw. Reparatur).
 
Großdimensionierte Kofermenationsanlagen werden lediglich zu einem Zweck errichtet und zwar um Geld zu verdienen. Um dieses Ziel zu erreichen, muss die Anlage Tag und Nacht laufen, wobei die Investitionskosten mehrere Millionen Euro betragen können. Abhängig von dem Inputmaterial muss auch die Vorbehandlung von Ingenieuren geplant werden. Außerdem variiert die Aufenthaltszeit, die von der Art des Inputmaterials und der Vorbehandlung abhängt. Diese Zeit wirkt wiederum unmittelbar auf das Fermentervolumen ein.
 
Grundsätzlich bedarf es bei der Planung bzw. dem Bau einer solchen Kofermentationsanlage der Mithilfe eines versierten Expertenteams. Krieg & Fischer Ingenieure kann Ihnen umfassende und langjährige Erfahrung im Bereich von Planung und Bau solcher Anlagen bieten.
 
 
Einige unserer realisierten Kofermentationsanlagen haben wir hier für Sie zusammengestellt:
 
   
       
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